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Die Judenbuche (Inhaltsangabe) | adri.b


Die Judenbuche (Inhaltsangabe)
Inhaltsangabe
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Inhaltsangabe

Der 1842 erschienenen Novelle liegt eine wahre Begebenheit zu-
grunde, die Annette von Droste-Hülshoff seit ihrer Kindheit aus
Erzählungen vertraut war: In dem westfälischen Dorfe B. wird
1738 Friedrich Mergel als einziger Sohn eines Halbmeiers, d. h.
Grundeigentümers geringerer Klasse, geboren. Sein Vater ist Säu-
fer, zählt zu den »gänzlich verkommenen Subjekten« und stirbt
früh. Simon, ein von der Dichterin mit diabolischen Zügen gezeich-
neter Bruder der Mutter, nimmt sich des Jungen an. Friedrich er-
weist sich unter dem Einfluß des Onkels als anstellig, ist bald seine
rechte Hand und steht auch an der Spitze des jungen Volkes im
Dorfe. Sein ständiger Begleiter Johannes Niemand, Simons Schwei-
nehirt und wohl unehelicher Sohn, ist Friedrichs »verkümmertes
Spiegelbild«.
Die Förster der Gegend haben einen schweren Stand gegenüber
den bandenartig auftretenden Holzfrevlern. Bei einem Zusammen-

treffen mit diesen wird der Oberförster Brandis getötet, ein Ereig-
nis, an dem Friedrich indirekt - er warnt die Holzfrevler und
schickt Brandis den »unrechten Weg« - eine Mitschuld trägt (die
aber nicht bewiesen werden kann). Der Mord bleibt unaufgeklärt,
die Holzfrevler lassen sich seitdem nicht wieder sehen. In Friedrich
treten die ungünstigen Seiten seines Charakters, Leichtsinn und
Hang zum Großtun, immer mehr hervor. Auf einer Dorfhochzeit
wird er von dem Juden Aaron um 10 Taler gemahnt, die ihm
Friedrich für eine silberne Taschenuhr schuldet. Wenige Tage
später wird Aaron im Wald ermordet aufgefunden, und als Fried-
rich verhaftet werden soll, ist dieser unauffindbar. Die Juden der
Umgegend aber kaufen die Buche, unter der der Mord geschehen
ist, und versehen sie mit der Inschrift in hebräischer Sprache:
»Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du
mir getan hast.« Friedrich bleibt verschwunden und ebenso sein
Freund Johannes Niemand. Etwa ein halbes Jahr danach sagt im
Gefängnis ein Mitglied einer Bande aus, er bereue einen Mord an

einem jüdischen Glaubensgenossen Aaron, den er im Walde er-
schlagen habe. Seitdem gilt Friedrichs Schuld als zweifelhaft.
28 Jahre vergehen. Da kehrt Johannes Niemand als gebrochener
Greis aus türkischer Sklaverei in das Heimatdorf zurück. Die Guts-
herrschaft nimmt sich seiner an, und er erzählt von seiner und
Friedrichs Flucht und von ihren Erlebnissen. Die beiden hatten
sich von den Österreichern anwerben lassen und waren im Tür-
kenkrieg auseinandergekommen. Johannes Niemand lebt nun im
Schutze der Gutsherrschaft, kehrt aber eines Tages von einem Bo-
tengang nicht zurück und wird in den Ästen der Judenbuche er-
hängt aufgefunden. Als man ihm die Halsbinde löst, erkennt ihn
der Gutsherr als Friedrich Mergel.



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