Der Trübsinn breitet seine Schwingen über dem November aus, gleich wie es ihm von Art und Wesen her geziemt, ja, man könnten sich sogar dazu versteifen zu behaupten, November und Trübsinn seien nicht nurn artverwandt sondern nahezu wesensgleich. Wie gut trifft's sich da, von Arbeit so erschlagen zu werde, dass ich teilweise nur noch mit der Zeit gehen, kaum jedoch in ihr verharren kann. So nehme ich die Grauschleier zwar wahr, nehme sie aber nicht persönlich an - dazu bräuchtees ja den Moment der Stille, der momentan nirgends in Sicht ist.
Ich hatte heute nicht einmal richtig Zeit, mich über den Verlust einer lieb gewonnenen Hose zu grämen, die zerriß als ich mit dem Rad zu Boden ging, weil ich zu scharf auf den regenfeuchten Holbeinsteg einbog.
Ach, aber an sich ist das ganz gut so, sich nicht zu grämen, meine ich, ist doch das Leben wirklich zu kurz, ums unnötig mit schlechten Gefühlen zu belasten. Alle Knochen, Geist und Wesen sind heil geblieben und die Arbeit, die tatsächlich Freude macht, geht weiter. Als vorhin gut 50 Kinder ob meines Vortrags laut jubelnd applaudierten, war das Belohnung für den ganzen Tag! Was ist da schon noch eine zerissene Hose...
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