Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da hatte ich nicht das Gefühl, ich wäre irgendwie gehetzt. Alles erschien einfach, easy going, die Dinge gingen ihren Gang und ich ließ sie geschehen... Kann ich mich erinnern, ja... Dunkel...
Heute habe ich dieses Gefühl nur noch selten. Tu ich mal nix, tu ich's meist mit schlechtem Gewissen, weil ja noch so viel zu erledigen ist.
Da tut's richtig gut, eine Schnecke zu beobachten! Die liegt oder kriecht knallgelb über den Weg und weiß nicht was das ist - hetzen!
Aber es gibt Alltagsfluchten! Also, für mich jetzt, weil, für die Schnecke weiß ich's natürlich nicht...
Eine dieser Fluchten sind Menschen, die ein völlig anderes Zeitempfinden haben, weil Leben für sie anders funktioniert, als das, was man so selbstverständlich als Leben hinnimmt! Ich bin da jetzt öfter in einem Heim, besuche eine uralte Verwandte und erfahre, wie wichtig es sein kann, den Wind im Gesicht zu spüren... Augen zu und spüren... Ich zerreibe Salbei- und Minzblätter, um den Geruch weiterzureichen... Ich beobachte Vögel und Wolken und lasse völlig ungeniert die Zeit verrstreichen. Das tut nicht nur gut, das schult auch!
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