Es war an einem Sonntag im April des Jahres 2010, genauer am 18. (April, nicht Sonntag!), und es war klar, es war der einzige 18. April, den dieses Jahr zu bieten hätte.
Ich war weit gefahren. Mein treues, schwarzes Fahrrad, welches ein findiger Mensch auf den Namen 'Victoria Schwerte' taufte, ein Name, der verspricht, was er hält, nicht mehr, aber auch nicht weniger, hatte mich bis an die westliche Stadtgrenze der selbsternannten Metropole gebracht, da war ich an den Gestaden des großen Flusses abgestiegen, um mich dem Ufersaume zu nähern. Ich kniete nieder, um die wunderbaren Lichtreflexe, die die Sonne an diesem herrlichen Mitfrühlingstag auf die kleinen Wellenhügel und -täler am Ufer zauberte, besser genießen zu können. Ein Impuls hieß mich, den Photoapparat aus der Tasche ziehen und eine Aufnahme zu konservieren... Einen Augenblick... Einen Moment aus dem Füllhorn der Schönheit, dass sich an jenem Tage reichlich über die Stadt am Main ergoss...