Das Leben meiner Katzen ist eine Art unendliches Adventurespiel. Dina spielt mit mir einen Extralevel, Küche genannt. Sie springt so oft wie möglich auf die verbotenen Küchenflächen, und ich versuche, sie jedesmal dabei zu erwischen, um NEIN!!! RUNTER DA!!! schreien zu können. Sie versucht dann Blickkontakt aufzunehmen. Gelingt es, bewegt sie ihren plüschigen Hintern herunter und ich habe gewonnen. Gelingt es nicht, hat sie gewonnen und meint, daß sie stöbern darf.
Der gemeinsam gespielte Level heißt Wassernapf. Benutze Pfoten mit Wassernapf: sie haben festgestellt, daß man die Pfoten reintauchen und ablecken kann. Das macht Spaß, fast so viel wie: benutze Spielzeug mit Wassernapf. Warte, bis es sich voll Wasser gesogen hat und laß es dann auf Susan fallen, damit sie es hoffentlich wirft (ja, sicher). Kein Wunder, daß der Wassernapf dabei auf mysteriöse Weise in den letzten Tagen sechsmal umgefallen ist und ich meine geliebten Kleinen zwischendurch zur Adoption freigeben wollte.
Dann fand ich, als Erziehungsberechtigte sollte ich keinesfalls die Kontrolle verlieren. Ich bin ein erwachsener Mensch - dieser Level mußte einfach an mich gehen. Ich kaufte heute also dieses Gerät, das mir weitere Aufwischorgien ersparen soll. Nur hab ich dummerweise eins dieser fedrigen Spielzeuge mitgebracht, um den armen Wohnungskatzen Abwechslung zu verschaffen. Ich hatte mich zwar über den Preis gewundert, aber nicht rechtzeitig gemerkt, daß es Geräusche macht. Singen bei Dir Vögel? Fragt meine Mutter am Telefon. Nein...ich fürchte, der nächste Level heißt Vogelspielzeug...eins steht aber jetzt schon fest: Sammys Hemmschwelle, sich an komisch gefärbten Wellensittichen zu vergreifen, haben wir heute nachmittag bestimmt weggespielt. |