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Einsätze | ff-menden-boesperde


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13.11.2001
Milzbrandalarm: Lehrer öffneten dubiosen Brief

Um 10.19 Uhr ging der Alarm bei Feuerwehr und Polizei ein. Ein verdächtiger Umschlag, aus dem weißes Pulver rieselte. Knapp fünf Stunden später gab die Polizei Entwarnung: Eine erste Untersuchung im Labor deutet nicht auf Milzbrand-Sporen hin.

Der Hausmeister der Rodenberg-Sonderschule fand im Schulbriefkasten einen unfrankierten Umschlag. Briefe werden normalerweise direkt im Sekretariat abgegeben. Der Hausmeister brachte die Post ins Lehrerzimmer. Die 16 Lehrerinnen und Lehrer öffneten den Umschlag - trotz der sinngemäßen Aufschrift ´Beim Öffnen seid Ihr tot´. Bürgermeister Rudolf Düppe, der gestern sofort zur Rodenbergschule eilte, bat: ´Wenn jemand einen verdächtigen Brief entdeckt - bitte auf gar keinen Fall öffnen, sondern Polizei und Feuerwehr alarmieren.´

Als Pulver aus dem Umschlag rieselte, lösten die Lehrkräfte Milzbrand-Alarm aus. Dekon-P, das neue Dekontaminationsfahrzeug der GSG(Gefährliche Stoffe und Güter)-Gruppe Lendringsen der Feuerwehr Menden, kam dabei erstmals zum Einsatz. Die Lehrer wurden in weißen Schutzanzügen ins Krankenhaus gebracht. Ein Schüler, der sich im Lehrerzimmer aufhielt, flüchtete zunächst, wurde aber von der Polizei eingefangen und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.

In orangen Schutzanzügen holten zwei Feuerwehrmänner den verdächtigen Brief aus dem Gebäude, der zur Laboruntersuchung zum Veterinäramt nach Arnsberg geschickt wurde.

Kurz nachdem gestern Nachmittag die 16 Lehrer und der Schüler aus dem Krankenhaus entlassen worden waren, gab die Polizei-Pressestelle Iserlohn Entwarnung: Keine Hinweise auf Milzbrand. Eine zweite Untersuchung soll heute das endgültige Ergebnis bringen.

Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt klappte gestern reibungslos. Lothar Christ, Fachbereichsleiter Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung, arbeitete im Vorfeld einen Plan aus, um die verschiedenen Stellen zu koordinieren. ´Wir waren gut vorbereitet´, resümierten Lothar Christ und Bürgermeister Düppe gestern unisono. ´Für die Schüler bestand keine Gefahr.´


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