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Die Chronik | ff-st.paul


Die Chronik
Die Chronik der Feuerwehr St. Paul
Doc
Ein Großbrand in St. Paul, welcher die Anwesen vlg. Duller, vlg. Kuglitsch, vlg. Dornjak, vlg. Schuster und vlg. Kral, sowie in Dragantschach die Anwesen vlg. Rupniak und vlg. Westian vernichtete war der unmittelbare Anlas eine Feuerwehr zu gründen um den Naturgewalten einen Wiederstand entgegenzusetzen.
Leider sind während des Bestandes der Feuerwehr St. Paul zwei Weltkriege über die Menschheit hereingebrochen, was dazu führte, dass viele Aufzeichnungen unterblieben, bzw. verlorengegangen sind.
Die nachstehende Chronik wurde aus verschiedenen Aufzeichnungen und mündlichen Überlieferungen von Altkameraden wiedergegeben.
Im Jahr 1907 erfolgte die Gründung der Feuerwache St. Paul und noch im selben Jahr wurden unter dem Gründungshauptmann Peter Schumi Spritzenhäuser in Dragantschach und St. Paul errichtet und zwei Handspritzen angekauft. Von 1928 bis 1936 führte Johann Moritsch die Feuerwache St. Paul. In dieser Zeit rückte die Feuerwache zu einem Brand in St. Georgen aus.
Das 25jährige Gründungsjubiläum wurde am 20. September 1932 in St. Paul abgehalten.
Unter Wachkommandant Kaspar Moritsch (1936 bis 1949) rückte die Währ zu etlichen Waldbränden aus. Durch zündelnde Kinder wurde beim vlg. Papst in Dragantschach Wirtschaftsgebäude zu Allerheiligen vernichtet. Auch der Stall beim vlg. Kuglitsch ist durch einen Blitzschlag abgebrannt. Aus den Erzählungen unserer Altvorderen ist zu entnehmen, dass in der Ecke wo der Palmbesen stand kein Feuer entstand.

Aus der Überlieferung ist zu lesen, dass schon damals jährlich ein Feuerwehrkränzchen abgehalten wurde um mit dem Erlös aus der Versteigerung eines Hahnes Anschaffungen tätigen zu können.
Wachkommandant von 1949 bis 1950 war Franz Hecher, von 1950 bis 1953 Stefan Leitner und von 1953 bis 1960 Jakob Erath. In diesem Zeitraum musste die Wehr zu mehreren Waldbränden ausrücken, 1954 wurde in den Rüsthäusern St. Paul und Dragantschach elektrisches Licht eingeführt. 1956 verhinderte die Feuerwehr eine Großbrand in St. Paul. Vermutlich ein Landstreicher verursachte in der vlg. Pufitsch - Scheune einen Brand, der durch den raschen Einsatz gelöscht werden konnte.
Im Zuge der Errichtung der Bundesstraße musste das alte Rüsthaus in St. Paul verlegt werden und auch das Rüsthaus in Dragantschach wurde aufgelassen. Martin Moritsch wurde 1960 zum Kommandanten gewählt. Unter seiner Führung wurde 1962 eine Motorspritze VW 75 angeschafft, 1963 wurden Löschwasserbrunnen bei der Madritschmühle und im Stiergarten errichtet. 1964 wurden von der Kameradschaft ein Einachsenanhänger angekauft.
Das Jahr 1965 ging wohl in die Geschichte der Gailtaler Feuerwehren ein. In diesem Jahr erkämpfte die 1. Gruppe der Feuerwehr St. Paul unter Kommandant Erich Komar und Maschinist Stefan Leitner bei den Bezirksmeisterschaften den Bezirks- und Abschnittsmeistertitel in der Stufe I. Am 12. Mai 1965 wurde die Nachbarortschaft St. Stefan von einer Brandkatastrophe heimgesucht. Am Sonntag, den 4. Juli 1965, zum St. Pauler Kirchtag, wurde die Gegend von einem verheerenden Hagelgewitter heimgesucht. Die Hagelkörner waren faustgroß, große Teile der Ernte wurden vernichtet und auch an den Häusern entstanden große Sachschäden.
Mit den Sirenenalarm am 2. September 1965 in Maria Luggau begann der großen Kampf der Gailtaler Feuerwehren mit den Wassermassen der Gebirgsbächen und des Gailflusses. Auch im Jahre 1966 ließen anhaltende und ergiebige Regenfälle die Gail anschwellen. Die Wassermassen wälzten sich ungehindert durch den Talboden. Schwere und gefährliche Arbeit musste von den Kameraden geleistet werden. Für die Hochwassereinsätze in den Jahren 1965 und 1966 wurden alle beteiligten Feuerwehrmännern vom Landeshauptmann mit Dankesurkunden ausgezeichnet. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Martin Moritsch zum Ehrenbrandinspektor ernannt.
1972 bis 1975 war Hebein Ernst Kommandant der Feuerwehr St. Paul, im folgte von 1975 bis 1985 Erich Komar. 1975 musste die Feuerwehr St. Paul eine Murenabgang in Lackendorf bekämpfen, der 3 Objekte teilweise verschüttete. 1977 feierte die Feuerwehr St. Paul unter der Führung von Erich Komar ihr 70-jähriges Bestandsjubiläum mit einem Abschnittsbewerb in Karnitzen. 29 Gruppen, darunter erstmals eine Mannschaft aus Uggowitz nahmen daran teil.

1967 wurden von der Kameradschaft unter Zuhilfenahme des Gemeindesäckels ein gebrauchtes Fahrzeug Type Ford Transit 1000 angekauft und von der Kameradschaft in Arbeitsstunden in ein Kleinlöschfahrzeug umgerüstet. Besonderen Dank gilt dabei Karl Blüml, den Motor der "Motorisierung".
1982 erfolgte die Renovierung des Rüsthauses St. Paul; Tor und Fenster
wurden erneuert, ein Waschbecken eingebaut und die Fassade renoviert. 
1985 wurde Ing. Gottfried Putzi zum Kommandanten gewählt. Unter seiner Führung wurde ein Kleinlöschfahrzeug angeschafft, die Feuerwehr mit Atemschutzgeräten ausgerüstet und eine und neue Tragkraftspritze TS 12 angekauft.
Seit Mitte der 80iger Jahre wurde die Feuerwehr St. Paul zunehmend mit, zum Teil schweren Verkehrsunfällen auf der B111 konfrontiert. So wurde im Jahre 1993 der Ötziforscher Dr. Henn Opfer eines Unfalles, 1993 konnte durch den raschen Einsatz auch der Fremdenverkehrsbetrieb Karnischer Hof in St. Paul vor den Flammen gerettet werden. 1994 und 1996 mussten zum Entsetzen der Kameraden Bewohner aus St. Paul bei schweren Verkehrsunfällen geborgen werden. Am 1. Juli 1999 ereignete sich ein schwerer Unfall, als 2 LKW-Züge zusammenstießen, zum Glück mit ungefährlichen Ladungen - Kartoffeln aus Italien und Lebensmittel.
Es ist leider nicht möglich, jeden einzelnen Namen der Hundertschaften verdienstvoller Feuerwehrkameraden zu erwähnen und hervorzuheben. Diese Zeilen sollen aber allen gewidmet sein, die gewissenhaft ihre Arbeit im Hintergrund verrichten und hier nicht namentlich angeführt werden können.

Es bleibt uns - den heutigen aktiven Feuerwehrmännern - der Stolz über unsere Vorgänger, die mit viel Mühe und Entbehrungen die Wehr zum Schutze des Nächsten gegründet haben und seit der Gründung treu zum Wahlspruch
"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" standen.


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