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Gus, der Theater-Kater | jellicles-h


Gus, der Theater-Kater
Gus ist der Kater am Theatereingang,
sein richtiger Name ist uns viel zu lng.
Er heißt sonst Asparagus, was nicht g´rad sein muß
und da sind wir uns einig und nennen ihn Gus.

Sein Mantel ist schäbig, er ist dünn und sehr schwach
und vom Schlaganfall bebt ihm die Pfote noch nach.
Dabei war er mit zwanzig sehr schick und charmant,
doch schon lang ist keine Maus mehr vor ihm weggerannt.

Der er einmal war, ist er lange nicht mehr,
denn sein Name war damals sehr berühmt, so sagt er;
und er nimmt gern ´nen Drink mit Freunden im Club,
gleich da drüben im Hof hinter´m Nachbarschaftspub.

Dort erfreut er sie dann, wenn ein and´rer bezahlt,
indem er mit Geschichten seiner Glanzzeiten prahlt.
Er war wirklich ein Star, ein Theatergenie,
und er spielte mit Irving, er spielte mit Tree.

Die Premiere riß einmal fast alle vom Platz,
und die Kritiker schrieben: ´Ein Erfolg für die Katz´!´
Doch sein größter Triumph, so wie er noch erzählt,
war Firefrorefiddle, der Feind aus dem Feld.

´Jede wichtige Rolle hab´ ich damals gespielt,
es ist wahr, daß ich fast siebzig Reden behielt.
Ich improvisierte mit Witz und Geschmack,
und zum Höhepunkt ließ ich die Katz´ aus dem Sack.

Ich mimte gekonnt mit Rücken und Schwanz,
brauchte nur eine Probe und spielte mit Glanz;
meine Stimme entflammte das kälteste Herz
und mein trauriger Blick füllte jeden mit Schmerz.

Ich tröstete Nell - und sie hielt meine Hand -
und die Glocke schlug ich mit ´nem Sprung aus dem Stand.
Und als Pantomime war ich nie ein Flop,
als Dick Whittington´s Kater war ich immer top.
Doch mein größter Triumph, wie man heut´ noch erzählt,
war Firefrorefiddle, der Feind aus dem Feld.´

Und gibt man ihm noch einen Fingerhut voll Gin,
dann beschreibt er stolz seine Figur in East Lynne.
Eine Rolle in Shakespeare bekam er spontan,
als ein Schauspieler vorschlug, ein Kater muß ´ran!

´Und ich sag´, diese Kätzchen werden nicht mehr gescheit
ausgebildet wie wir zu Victorias Zeit!
Sie lernen nicht mehr, wie man spricht oder singt,
halten es für grandios, wenn man durch Reifen springt.´

Und er kratzt sich am Bart und er rauft sich das Haar:

´Das Theater ist auch nicht mehr das, was es mal war.
Das moderne Theater, auch wenn es gefällt,
ist wohl nicht zu vergleichen, wie man mir erzählt,
mit der Zeit, als ich meisterhaft die Welt begeistert hab´,
als Firefrorefiddle, der Feind aus dem Feld!

Auf ´nem Drahtseil half ich einem Kind aus der Not,
es war auf der Bühne von Flammen bedroht.
Und ich denk´, daß ich heute noch auftrumpfen kann
mit den grausamen Lauten - zum Geistergesang.
Und ich spielte Growltiger -
ich könnt´ es noch mal,
ich könnt´ es noch mal,
ich könnt´ es noch mal.´


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