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Die Gemeinde | wellingholzhausen


Die Gemeinde
"Van Holthuson Ekkiko thritlich muddi havoron, Tiziko an themo selvon tharpa et linem lakan, that si fiftein penningo werth."
Diese in altniederdeutscher Sprache niedergeschriebenen Angaben über die Einkünfte des Klosters Freckenhorst findet man in der sogenannten "Freckenhorster Heberolle" aus dem Jahre 1050. In heutigem Wortlaut besagen sie, dass "Ekkiko aus Holzhausen 30 Scheffel Hafer und Tiziko aus demselben Dorfe ein leinenes Laken, das 15 Pfennige wert sein soll", dem Kloster zu liefern haben. Demnach wäre der Ort Wellingholzhausen 40 Jahre vor der bisher angenommenen Erwähnung in der Schenkungsurkunde des Stiftvogtes Eberhard aus dem Jahre 1090 dokumentiert. Doch gilt die Identität des 1050 erwähnten "Holthuson" im Gegensatz zu dem "Holthusun" des Jahres 1090 mit unserer 1160 erstmalig "Wellincholthusen" genannten Gemeinde noch nicht als voll gesichert.

Auszug der Schenkungsurkunde:

17. Juli 1090: Item preter ecclesiam dedit Holthusun cum omnibus ad ipsam iure attinentibus et eo pacto, ut pro anima et remedio peccatorum suorum monachis sancti Clementis ad supplementum praebendae in perpetuam possessionem daretur, etiam si ipso Everhardo superstite ab aliquo episcopo superventuro precaria ipsainfringeretur.

Die Brüder Eberhard, der Edelvogt der Osnabrücker Kirche, und Liudolf tragen der Osnabrücker Kirche Güter in Icker, Borgwedde, Felsen, Venne, Schwagstorf, Darum, Borgloh und Astrup zu Lehn auf und schenken dem Kloster Iburg die Kirche zu (Welling-) Holzhausen, sie erhalten dafür je 5 Pfund Zehntgelder lebenslänglich an Lehn, ohne dafür zum Dienste verpflichtet zu sein. Eberhard soll jedoch 2 Denare (Wachszins) dem Altare des heiligen Petrus geben. Gleichzeitig wird ein Abkommen über die in der Familie erbliche Vogtei getroffen.

Historische Entwicklung:
700 v. Chr. - 500 n. Chr.: Erste dauerhafte Siedlungen
ab 700: Besiedlung durch die Sachsen an den Haseniederungen
ab 800: Zur Frankenzeit Ansiedlung eines Meyerhofes am Osterbach
um 1000: Vermutlicher Bau einer Kirche auf dem Gelände des Meyerhofes
1090: Die Eigenkirche vom Grundherren des Meyerhofes zu Holthusen geht in den Besitz des Klosters Iburg über
1160: Der volle Name "Wellingholzhausen" wird erstmals erwähnt
13. Jahrhundert: Bau einer neuen Kirche am heutigen Standpunkt
14. Jahrhundert: Ausweitung des Dorfes außerhalb der Kirchenburg
1588: Aufbau der durch ein Feuer zerstörten Kirche
1856 - 1861: Neubau der heutigen Kirche
Anfang des 20. Jahrhundert: Weitere räumliche Ausdehnung des Dorfes
nach 1945: Entstehung weiterer Siedlungen rund um den alten Ortskern, sowie eines Gewerbegebietes
1970: Gründung der Einheitsgemeinde Wellingholzhausen
1972: Wellingholzhausen und seine Bauernschaften werden ein Stadtteil der Stadt Melle


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